Kleine Zeichen

Wann der Tierkommunikation Aufbaukurs nach den ersten Erfolgen sinnvoll ist

Acht Wochen. So lange hat es gedauert, bis ich heute früh in die Küche kam und Miras Napf zum ersten Mal seit ihrer Ankunft komplett leer vorfand – nicht die üblichen liegen gebliebenen Krokant-Reste, sondern blank. Ich bin fast auf dem kalten Parkett ausgerutscht, so schnell bin ich hingelaufen, um es zu kontrollieren. Acht Wochen Basiskurs in Tierkommunikation, eine rumänische Straßenkatze, die seit sechs Monaten mit mir in einer Altbauwohnung in Leipzig-Gohlis lebt, und dann so ein banaler, leerer Napf, der meine ganze Skepsis für einen Moment aussetzt und mich fragen lässt, ob jetzt wirklich schon Zeit für den Aufbaukurs ist.

Kurzer Hinweis, bevor es weitergeht: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Ich verlinke hier nur Kurse, die ich selbst gerade ausprobiere, während ich versuche, meine Katze zu verstehen. Meine vollständige Offenlegung findest du hier.

Seit acht Wochen mache ich jetzt diesen Basiskurs in Tierkommunikation, und wenn mir das vor einem Jahr wer erzählt hätte, hätte ich vermutlich laut gelacht. Meine Nachbarin Hedda, zwei Stockwerke über mir, hat mich darauf gebracht. Wir kennen uns vom Treppenhaus, seit wir dort mal gleichzeitig mit Katzentransportboxen standen, und sie erzählt oft, wie lange ihre eigene rumänische Straßenkatze gebraucht hat, um sich einzugewöhnen. Diesmal stand sie mit einem selbst gezogenen Baldriantopf unterm Arm vor meiner Tür und meinte halb im Scherz, ich solle es doch mal mit Tierkommunikation probieren, bevor ich komplett durchdrehe.

Ich bin Grafikdesignerin, mein Alltag besteht aus Rastern, CMYK-Werten und harten Deadlines – nicht gerade das Profil für so etwas. Als Grafikdesignerin bin ich zu gut 70 Prozent skeptisch, was alles Spirituelle angeht. Aber sechs Monate lang nachts nur dieses leise Knuspern von Trockenfutter um drei Uhr zu hören, das einzige Lebenszeichen aus der eigenen Wohnung, macht auf Dauer mürbe. Und neugierig.

Anfänger-Tagebuch mit Tierkommunikation-Beobachtungen zwischen Skepsis und Intuition, Notizbuch auf dem Dielenboden

Wann der Aufbaukurs nach dem Basiskurs wirklich Sinn macht

Genau diese Frage stelle ich mir gerade ständig, und ich habe mittlerweile eine Antwort für mich, auch wenn sie nicht perfekt ist: Der Aufbaukurs macht erst Sinn, wenn ich die eigenen Gedanken zuverlässig von den mentalen Bildern unterscheiden kann, die im Kurs so genannt werden, nicht schon bei den ersten kleinen Erfolgen wie einem Blick, der nicht sofort wieder wegflackert. Vorher würde ich mir damit nur zusätzlichen Druck aufladen.

Ich merke, dass ich langsam an dem Punkt bin, an dem ich den Tierkommunikation Aufbaukurs ernsthaft in Betracht ziehe. Ausprobiert habe ich zwischendurch auch die Selbsthilfe mit der Einhandrute – für mich persönlich war der Pendel-Weg nichts, mein Skeptiker meldete sich dabei lauter als bei allem anderen mit den Bildern im Kopf.

Die kleinen Signale, bei denen man nie hundertprozentig sicher ist, ob es Einbildung ist oder nicht, ziehen sich bei mir durch den ganzen Alltag mit ihr – ähnlich wie bei einem Kunden am Telefon, der nur ein knappes „passt so" murmelt, dessen schlechte Laune man trotzdem heraushört.

Eine Leserin, Erzsébet Varga, hat mir genau danach geschrieben, nachdem sie meinen allerersten Artikel hier gefunden hatte. Sie hat vor kurzem selbst eine Straßenkatze aus Serbien aufgenommen und wollte wissen, woran man merkt, dass der Aufbaukurs mehr bringt als weiteres Üben allein. Ich weiß es selbst noch nicht hundertprozentig, aber ich erkenne inzwischen recht zuverlässig den Unterschied zwischen meinen eigenen Gedanken und echten Bildern, und genau da hakt es bei den meisten Anfängerinnen zuerst.

Die Woche mit dem leeren Napf

Bevor es überhaupt so weit kam, habe ich Dinge probiert, die nichts gebracht haben. Eine Online-Tierarztseite hatte geraten, sie täglich zehn Minuten lang komplett zu ignorieren, sobald sie sich zeigt – kein Anschauen, kein Ansprechen, gar nichts, damit sie merkt, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Ich habe es tagelang durchgezogen. Nichts hat sich verändert, außer dass ich mich wie eine schlechte Katzenmutter gefühlt habe.

In Woche acht dann dieser leere Napf – kein großer Moment, nur eine banale Beobachtung am Morgen, die plötzlich alles davor relativiert hat. Offenbar war sie nachts nicht nur kurz zum Fressen aus ihrem Versteck gekommen, sondern hat den Napf regelrecht leer geräumt, als hätte sie zum ersten Mal keine Eile gehabt, wieder zu verschwinden.

Jeder Tierarztbesuch war bis vor kurzem ein Drama – die Praxis liegt nur ein paar Minuten von der Karl-Liebknecht-Straße entfernt, aber schon die Autofahrt dorthin hat gereicht, damit Mira sich tagelang nicht mehr blicken ließ. Organisch sei alles in Ordnung, sagt die Tierärztin seit dem allerersten Termin. Nur der Geist blieb ein Geist.

Ob ich mir das alles nur EINBILDE, frage ich mich seitdem ständig, weil ich es so sehr will, dass es funktioniert.

Die allererste Woche des Kurses brachte bei mir komplett gar nichts – ich habe später gelesen, dass fast alle Anfängerinnen das durchmachen, aber in dem Moment fühlte es sich an, als sei ich einfach die einzige, bei der es nicht klappt. Mittlerweile achte ich viel bewusster auf ihre Ohren und darauf, wie sie sich hinsetzt, bevor ich überhaupt versuche, ihr ein Bild zu schicken.

Tempo rausnehmen bei Tierschutzkatzen

Bei einer traumatisierten Katze aus dem Tierschutz gelten andere Regeln als bei einer Katze, die von klein auf in einem Zuhause aufgewachsen ist. Viele Aufbaukurse wollen relativ schnell tief in die emotionale Geschichte eines Tieres einsteigen, und bei Mira wäre das vermutlich zu früh. Wenn ich versuche, mit Druck ihre ganze Geschichte aus Rumänien abzufragen, sitzt sie mir wahrscheinlich wieder wochenlang nur aus der Distanz gegenüber. Tipps für Tierkommunikation mit scheuen Katzen betonen genau das immer wieder: Stabilität geht vor Tempo.

Einfach nur ruhig vor dem Sofa sitzen bleiben, ohne etwas von ihr zu wollen, ist im Kurs eine eigene Übung für sich – die simpelste und für mich trotzdem die schwierigste von allen. Arbeit auf Distanz, wenn man gar nicht im selben Raum ist, kommt bei uns erst später dran; im Moment bleibe ich lieber nah dran.

Was mich selbst am meisten ausbremst, ist übrigens gar nicht die Katze. Mein eigener Stress vom Job funkt ständig dazwischen, und einen ruhigen Kopf zu bekommen ist fast schwerer als die Übungen selbst. Genau da würde mir ein Aufbaukurs vermutlich am meisten helfen – dabei, Blockaden im eigenen Kopf zu lösen, die mit Mira eigentlich gar nichts zu tun haben.

Zur Esoterikerin bin ich in diesen acht Wochen nicht geworden, und das will ich auch gar nicht. Wenn Mira krank wirkt, gehe ich zur Tierärztin, ohne Wenn und Aber. Die eine Sache, die am Ende bleibt: Ein Aufbaukurs macht erst Sinn, wenn die Basis wirklich trägt und man die eigenen Gedanken zuverlässig von den Bildern unterscheiden kann und nicht nur hofft, dass es klappt. Vorher ist er für mich nur teurer Druck, den ich mir selbst mache.

Falls du gerade an einem ähnlichen Punkt bist (die Basis sitzt einigermaßen, aber du willst die Verbindung stabiler machen), wirf vielleicht einen Blick auf den Aufbaukurs von Andrea. Ich selbst warte noch ein paar Wochen und schreibe weiter mein Tagebuch, bevor ich den nächsten Schritt wage. Nicht um Profi zu werden, sondern um dieses eine Katzenherz unter meinem Sofa irgendwann besser zu verstehen.

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