Kleine Zeichen

Tierkommunikation für Anfänger: Wie mentale Bilder im Kopf entstehen

Das Bild, das gerade in deinem Kopf auftaucht, könnte gar nicht dein eigenes sein. Diese Frage begleitet mich bei der Tierkommunikation, seit ich jeden Morgen vor dem Sofa sitze und auf ein mentales Bild von Mira warte — meiner vierjährigen Rettungskatze aus Rumänien, die sich darunter versteckt und mich meistens nur als zwei glühende Punkte im Dunkeln ansieht.

Kurzer Hinweis vorab: Dieser Text spiegelt meine ganz persönliche Erfahrung wider und enthält Affiliate-Links — wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Ich bin weder Tierärztin noch professionelle Tierkommunikatorin, sondern eine Grafikdesignerin, die das gerade zum ersten Mal ausprobiert. Meine vollständige Offenlegung findest du im Impressum.

Auf die Idee gebracht hat mich eine Freundin, die montags immer zum Lindy-Hop-Kurs im Werk 2 geht — halb im Spaß, weil sie selbst nicht drangeglaubt hat. Ich habe gelacht. Dann habe ich gegoogelt.

Die Tierärztin sagt, medizinisch sei bei Mira alles in Ordnung. Die üblichen Verhaltenstipps haben nichts verändert.

Fast jede Anfängerin, der ich in Foren oder im Basis-Kurs begegne, startet mit demselben falschen Bild im Kopf: Sie erwartet eine Szene wie im Kino: scharf, farbig, dramatisch. Genau dieser Irrtum lässt die meisten Skeptikerinnen schon nach dem ersten Versuch wieder aufgeben.

Der größte Irrtum über mentale Bilder in der Tierkommunikation

Mentale Bilder sind kein Film. Tierkommunikation bezeichnet im Kern eine intuitive Praxis, bei der Botschaften in Form von Bildern, Gefühlen oder Körperempfindungen zwischen Mensch und Tier ausgetauscht werden sollen — nicht durch gesprochene Sprache und auch nicht durch die klassische Körpersprache, an der man Ohren oder Schwanzhaltung abliest. Wer das nicht weiß, hält Ausschau nach einem HD-Video, wo eigentlich nur ein kurzer Blitz kommt.

Genau das musste ich erst lernen, seit ich den Tierkommunikation Basis Kurses mache. Am Anfang saß ich da, wartete auf etwas Filmreifes, und wenn nichts kam, dachte ich: Ich habe einfach kein Talent dafür. Dabei hatte ich schlicht die falsche Erwartung im Kopf.

Mein Notizbuch ist deshalb auch keine Sammlung spektakulärer Szenen, sondern eher ein Protokoll kleiner, oft enttäuschender Momente.

Handgeschriebenes Tagebuch über Tierkommunikation für Anfänger mit Notizen zu mentalen Bildern

Wie unterscheidet sich ein empfangenes Bild von der eigenen Fantasie?

Woran man ein echtes Bild überhaupt erkennt, ist unter Anfängerinnen die eigentliche Streitfrage. Ein wichtiges Kriterium aus dem Kurs: die Geschwindigkeit. Die eigene Fantasie baut sich auf, Schicht für Schicht, wie ein Moodboard, das ich für einen Kunden zusammenstelle. Ein empfangenes Bild dagegen ist einfach zack da, unangefordert, wie ein GIF, das ungefragt in einem Chatfenster aufpoppt.

Was genau als kleines Zeichen zählt und was am Ende doch nur Einbildung sein könnte, ist noch mal eine eigene Frage — dazu habe ich an anderer Stelle ausführlicher geschrieben: Tierkommunikation Einbildung oder echt? Meine Erfahrungen als Skeptikerin.

Der Moment, in dem der Körper schneller ist als der Kopf

Genauso aufschlussreich: Der Körper reagiert oft, bevor der Kopf überhaupt ein Bild liefert. Eines der Dinge, die im Basis Kurs vermittelt werden, ist genau das — dass ein Kribbeln im Nacken oder eine plötzliche Gänsehaut oft zuerst da ist, und das Bild erst danach.

Bei mir war das ein scharfes Ziehen im Nacken, fast wie ein kleiner elektrischer Schlag, und im selben Moment sah ich einen alten, morschen Holzzaun mit einer ganz bestimmten Lücke. Diesen Zaun kenne ich nicht. Er taucht in keinem Projekt auf, an dem ich gerade arbeite, und er existiert nirgendwo in meiner Wohnung. In diesem Moment dachte ich nur: Das ist nicht meins.

Körperliche Reaktion während einer Tierkommunikation-Übung mit einer ängstlichen Rettungskatze

Solche Momente sind selten, und die meiste Zeit passiert schlicht nichts. Es ist ein bisschen so, als würde man versuchen, die Körpersprache der Katze unter dem Sofa auf einer ganz anderen Ebene zu lesen, auf der es keine Ohren oder Schwanzhaltung mehr gibt, an denen man sich festhalten kann.

Was bei mir nicht funktioniert hat

Bevor ich überhaupt beim Kurs gelandet bin, haben wir einiges probiert, das nach gesundem Menschenverstand hätte helfen müssen — eine Wolldecke mit meinem eigenen Geruch unters Sofa gelegt, damit sie sich sicherer fühlt, zum Beispiel. Nichts. Sie hat der Decke keinen einzigen Blick gegönnt.

Auch im Kurs selbst hat nicht alles funktioniert. Die Übung zur völligen Gedankenstille war für mich schlicht frustrierend; mein Kopf ist eher ein Marktplatz als ein stiller See, und je mehr ich versucht habe, ihn leerzuräumen, desto lauter wurde die Einkaufsliste in meinem Hinterkopf. Besser funktioniert es, wenn ich Gedanken wie Wolken vorbeiziehen lasse, statt sie aktiv wegzuschieben.

Vielleicht ist das nicht so anders wie bei einem Kollegen, der wenig redet, dessen Stimmung man trotzdem am Klang seiner Schritte im Flur erkennt, oder wie die gedrückte Stimmung im Büro, die man spürt, bevor überhaupt jemand etwas gesagt hat. Wie man sich davor am besten hinsetzt, ohne die Katze zusätzlich zu stressen, ist noch mal ein eigenes Thema für sich. Und ob so etwas auch über Distanz funktioniert, wenn man gar nicht im selben Raum sitzt, lasse ich hier bewusst offen.

Dass in der allerersten Zeit oft überhaupt nichts passiert, ist ohnehin eine Erfahrung, die vermutlich jede Anfängerin teilt, die das hier liest.

Zählt das überhaupt, wenn nichts passiert?

Und doch hat sich etwas verschoben, das kein Zufall mehr sein kann. Lange war ihr Atem unter dem Sofa so leise, dass nur der gleichmäßige Rhythmus ihres Brustkorbs verriet, dass sie überhaupt da war. Dann, neulich nachts, kurz bevor ich eingeschlafen bin, hörte ich plötzlich aus dem Schlafzimmer ein Schnurren — das erste, seit Mira vor sechs Monaten bei mir eingezogen ist. Ich bin nicht aufgestanden. Ich habe nur zugehört.

KEINE AHNUNG, ob das mit den mentalen Bildern zu tun hat oder einfach damit, dass sie sich mit der Zeit sicherer fühlt.

Vermutlich beides.

Aber der letzte Tierarztbesuch verlief zum ersten Mal ohne den totalen Zusammenbruch, und allein das wäre für mich schon Grund genug, weiterzumachen.

Regnerischer Vormittag als ruhige Kulisse für Tierkommunikation und stille Beobachtung der Katze

Es geht dabei nicht um Perfektion, sondern um die Absicht, überhaupt hinzuschauen — ganz ähnlich wie bei den Tierkommunikation Übungen für zuhause, die ich an anderer Stelle beschrieben habe.

Ich überlege inzwischen, ob danach der Aufbaukurs für mich Sinn ergibt. Aber erst will ich den Basis-Kurs zu Ende bringen und sehen, wie weit ich mit diesen sogenannten Fremdbildern noch komme.

Die eine Faustregel, die bleibt

Wenn ich eine einzige Regel aus alldem mitnehme, dann diese: Prüf nie zuerst die Schärfe eines Bildes, prüf seine Geschwindigkeit. Kam es unaufgefordert und sofort, oder hast du es dir Schritt für Schritt selbst zusammengebaut? Diese eine Frage unterscheidet mehr als jede Meditationsanleitung, die ich bisher gelesen habe.

Scheue Rettungskatze versteckt sich unter dem Sofa in einer dunklen Zimmerecke

Falls du selbst mit einer ähnlich verschlossenen Rettungskatze lebst und diese ersten Schritte gehen willst: Schau dir gern den Tierkommunikation Basis Kurs an — ein ehrlicher Einstieg, gerade wenn man wie ich eigentlich nichts mit Esoterik am Hut hat.

Hattest du auch schon mal ein Bild im Kopf, das du dir nicht erklären konntest, wenn du dein Tier angesehen hast? Oder hältst du das Ganze für reine Einbildung? Schreib es mir gern in die Kommentare.

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