Kleine Zeichen

Tierkommunikation Basiskurs Erfahrungen: Wie ich Bilder an meine Katze sende

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Design-Ebenen kann ich stapeln, umbenennen, in Sekunden rückgängig machen. Eine Tierschutzkatze unterm Sofa lässt sich von alldem nicht beeindrucken. Eine Tierschutzkatze einzugewöhnen funktioniert nach ganz anderen Regeln als jedes Redesign-Briefing, das ich kenne.

Mira kam vor einem Jahr aus Rumänien zu mir, über eintausendzweihundert Kilometer, durchs Tierheim, durch eine Transportbox, die sie bis heute hasst. Seitdem ist die Couch in meiner Wohnung in Leipzig-Gohlis ihr Territorium, nicht meins. Sie frisst nachts. Tierarztbesuche enden im Drama. Körperlich fehlt ihr laut Tierärztin nichts, ihr Nervensystem steht einfach dauerhaft auf Alarm.

Eine Tierschutzkatze einzugewöhnen, das hatte ich mir naiver vorgestellt. Freundin, Tierärztin, ein paar Ratgeber-Tipps, nichts hat wirklich gegriffen. Als Katzenmama in Leipzig mit einer traumatisierten Straßenkatze probiert man irgendwann Dinge aus, über die man vorher gelacht hätte. Bei mir war das der Tierkommunikation Basis-Kurs.

Kurzer Punkt vorweg: Ich bin keine ausgebildete Tierkommunikatorin, sondern einfach eine Katzenmama in Leipzig, die den Tierkommunikation Basis-Kurs gerade selbst durchläuft und ehrlich aufschreibt, was passiert, auch die Tage, an denen nichts passiert. Meine vollständige Offenlegung zu den Affiliate-Links findest du weiter oben.

Design-Logik trifft auf Katzen-Logik

Siebzig Prozent Skeptikerin, das war ich schon immer, wenn es um irgendwas Esoterisches ging. Eine Freundin hat halb im Scherz gesagt, ich solle es mal mit Telepathie versuchen. Nach einer langen Nacht mit Google bin ich beim Tierkommunikation Basis Kurs gelandet, ohne große Hoffnung.

Grafikdesign und Katzenkommunikation haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Trotzdem sitze ich seit Wochen morgens auf dem Boden und versuche, meinen eigenen Kopf still zu bekommen, bevor ich überhaupt an ein Bild denken kann. Für jemanden, der den ganzen Tag Layouts optimiert, ist das eine ziemlich fremde Übung.

Notizbuch und Kaffeetasse neben dem Sofa während des Tierkommunikation Basis-Kurs Tagebuchs

Was vorher schon alles nicht funktioniert hat

Bevor der Kurs überhaupt zur Debatte stand, hatte eine Online-Tierärztin einen klaren Tipp: Mira jeden Tag genau zehn Minuten lang komplett ignorieren, dann würde sie von selbst näherkommen.

Drei Wochen habe ich das durchgezogen.

Verändert hat sich nichts außer meiner Laune.

Die ersten Wochen im Kurs kannte ich schon aus anderen Zusammenhängen, Tage, an denen einfach gar nichts passiert, außer dass man sich selbst dabei zusieht, wie man an einem Möbelstück vorbeidenkt. Dieser Anfänger-Zweifel gehört wohl dazu, egal womit man anfängt.

Wie man eigentlich richtig vor dem Sofa sitzt, ohne die Katze zusätzlich unter Druck zu setzen, ist nochmal ein eigenes Thema, das ich hier nicht aufrolle.

Mentale Bildübertragung in der Praxis, ohne die Theorie

Was mentale Bilder in der Theorie eigentlich sind, hatte ich in einem früheren Text ausführlicher aufgeschrieben, der Begriff mentale Bildübertragung stammt aus genau diesem Zusammenhang. Hier geht es nur um das, was bei mir in der Praxis passiert.

Ich schließe die Augen, atme tief durch, lasse ein Bild entstehen. Letzte Woche war es ein gelber Napf, randvoll mit Wasser, das im Licht glitzert. Ich schicke es Richtung Sofa und weiß nie, ob überhaupt etwas ankommt.

Meine Design-Kollegen würden vermutlich denken, ich hätte im Homeoffice endgültig den Verstand verloren, wenn sie mich so sehen könnten. Manchmal denke ich das selbst: WAS MACHE ICH HIER EIGENTLICH. Dann erinnere ich mich an Miras Blick beim letzten Tierarztbesuch und mache trotzdem weiter.

Vor ein paar Tagen wollte ich Mira das Bild einer ruhigen Wiese schicken, so ein klassisches Entspannungsmotiv aus dem Kurs. Stattdessen poppte eine Kunden-E-Mail zum Logo-Redesign in meinem Kopf auf, mit Vektorpunkten statt Gras. In solchen Momenten breche ich lieber ab, statt Mira meinen Arbeitsstress zu senden.

Wer selbst mit einer Angstkatze arbeitet, findet in den Übungen für zuhause ein paar Ansätze, auch wenn bei uns nicht jede Übung sofort greift.

Wie andere im Kurs auf Distanz arbeiten, also ganz ohne im selben Raum zu sitzen, probiere ich noch nicht, bei Mira reicht mir erst mal die Übung direkt vor dem Sofa.

Ob solche kleinen Zeichen überhaupt zählen oder reine Einbildung sind, frage ich mich andauernd.

Meine Nachbarin Hedda, zwei Stockwerke über mir, hat selbst eine rumänische Straßenkatze und hätte bei dem Wort Bildübertragung vermutlich nur die Augen verdreht, sie ist bei sowas ziemlich nüchtern.

Getigerte Tierschutzkatze schaut vorsichtig unter dem Sofa hervor beim Üben der mentalen Bildübertragung

Was ist an dem Sockenschnüffeln in Woche sechs dran?

Nach einem besonders zähen Vormittag drehe ich manchmal eine Runde durch den Clara-Zetkin-Park, nur um den Kopf freizubekommen, bevor ich es zuhause nochmal versuche.

Es war in Woche sechs des Kurses, kein großer Moment, nur ein kleiner.

Ich saß mit ausgestreckten Beinen vor der Couch, das Bild eines Wassernapfs im Kopf, als sich ihre Nase kurz gegen meinen Socken drückte, schnupperte, zog sich zurück, kam nicht wieder.

Normalerweise erstarrt Mira, sobald ich mich bewege.

Das hier war kein Fluchtreflex, eher ein kurzes Registrieren.

War das Zufall? Wahrscheinlich.

Trotzdem notiere ich es, weil solche Momente laut meinem Tagebuch seit einigen Wochen häufiger vorkommen.

Eine Leserin, Erzsébet, hatte mir nach meinem ersten Beitrag geschrieben, eine E-Mail mit lauter durchnummerierten Rückfragen, ob so ein Sockenschnüffeln überhaupt als Zeichen zählt oder ob ich mir das nur schönrede. Meine Antwort: keine Ahnung, aber ich schreibe es trotzdem auf.

Ich lerne gerade erst, die Körpersprache unter dem Sofa überhaupt zu lesen, und genau darum soll es hier auch nur gehen, nicht um die große Theorie dahinter.

Lohnt sich der Basiskurs wirklich?

Empfehlen würde ich den Tierkommunikation Basis Kurs mit Einschränkungen. Wer eine schnelle Lösung sucht, nach der die Katze sofort auf den Schoß springt, wird enttäuscht. Gerade bei Tierschutzkatzen aus Rumänien oder anderen Ländern sitzt das Misstrauen oft so tief, dass man monatelang nur an der Basis arbeitet.

Der Kurs ersetzt keine Verhaltensberatung und keinen Tierarztbesuch, wenn etwas nicht stimmt. Eine medizinische Ausbildung habe ich nicht, bei gesundheitlichen Warnzeichen gehört jede Katze zur Tierärztin, nicht zu mir.

Was mich am Kurs überzeugt: Er bleibt warm, ohne komplett abgehoben zu wirken. Selbst meine innere Skeptikerin findet dort Anknüpfungspunkte, auch wenn ich bei manchen spirituellen Begriffen kurz schlucken muss. Die Technik, den eigenen Fokus zu lenken, funktioniert aber auch ganz ohne esoterischen Überbau.

Gelber Wassernapf im Sonnenlicht als mentales Bild für die Tierkommunikation Basis-Kurs Übung

Ob ich irgendwann den Aufbaukurs dranhänge, überlege ich mir noch, erst will ich den Basis-Stoff wirklich verinnerlichen. Es gibt auch die Einhandrute für Tiere, die aktuell noch ungenutzt auf meinem Schreibtisch liegt. Eins nach dem anderen.

Was bei mir hängen geblieben ist

Bilder senden ist wie eine neue Sprache lernen, man stammelt am Anfang nur herum. Stress blockiert fast alles, wenn mein Kopf noch bei der Arbeit hängt, kann ich es auch gleich lassen. Tierschutzkatzen brauchen offenbar ihren eigenen Rhythmus, den kann man nicht beschleunigen, so sehr man es auch will.

Ob sich im Raum wirklich etwas verändert oder ich mir das einbilde, kann ich nicht beweisen. Was ich sicher sagen kann: Ich beobachte genauer als vorher, und das allein hat schon etwas an unserem Alltag verschoben.

Freiwillig kommt Mira noch nicht unter dem Sofa hervor. Heute Morgen aber lag eine einzelne Spielzeugmaus mitten im Flur, nicht mehr unter der Couch. Ein kleines Zeichen, vielleicht. Morgen sitze ich wieder auf dem Boden, trinke meinen Kaffee und schicke ihr das Bild von einem sicheren Zuhause. Wenn du selbst eine Angstkatze hast und dich fragst, ob das alles Quatsch ist: Probier es einfach aus, schlimmer als ein ignoriertes Sockenschnüffeln kann es kaum werden.

Falls du an genau diesem Punkt stehst, wirf einen Blick auf den Basiskurs. Er ist ein sanfter Einstieg, um überhaupt wieder ins Fühlen zu kommen, wenn einen die Sorge um das Tier ganz starr gemacht hat. Und wer weiß, vielleicht schickt deine Katze irgendwann auch ein Bild zurück.

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